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Begeisterung für Wissenschaft und Technik wecken

31.08.2011

IdeenExpo in Hannover: Wie die ME-Industrie Jugendlichen ihre Berufe attraktiv macht

Schmidt spricht vom „schönsten Nebenjob der Welt“. Er hatte die IdeenExpo in der Staatskanzlei von MP Wulff aufgebaut.

2007 fand sie erstmals statt. 2009 wurden mit fast 300.000 Besuchern alle Erwartungen übertroffen. Es kamen doppelt so viele wie 2007. „Ein fulminantes Ergebnis“. Schmidt: „Es geht darum, junge Leute dort abzuholen, wo sie sind, und ihnen zu sagen: Wir brauchen dich – für Wissenschaft und Technik“. „Es knallt, pufft und macht Peng!“

Drei unterschiedliche Altersgruppen hat man im Auge: die 8-12-jährigen, deren grundsätzliches Interesse für die MINT-Themen geweckt werden soll, die 14-17-jährigen, die schon auf eine erste Berufs- oder weitergehende Bildungsentscheidung zusteuern, sowie die Absolventen nach dem Studium, die als Highpotentials Arbeitsplätze in der Industrie suchen.

Den Jugendlichen soll verdeutlicht werden, dass es es auch interessante Berufstätigkeiten gibt, von denen sie bisher noch nichts gehört haben, wie Chemikant und Mechatroniker.

 

Wichtig: Die 700 Mitmachexponate werden in den meisten Fällen „auf Augenhöhe“ präsentiert, das heißt von Gleichaltrigen.

Bei einer Befragung 2009 unter Personalleitern auf der IE sagten diese, 50-70 Prozent der jungen Leute hätten wir sofort eingestellt.

 

Andere Nebeneffekte: 2009 veranstaletet Niedersachsen Metall ein „Technik-Camp“, an dessen Ende die Jugendlichen ein Teilnahe-Zertifikat erhielten, das sie ihren Bewerbunsgunterlagen beilegen konnten. Das hat ind er Tat bei einigen Entscheidern

Beachtung gefunden.

 

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer von UVB und VME, spricht von einem „beeindruckenden Ereignis“, die Begeisterung der Jugendlichen für Wissenschaft und Technik in dieser Weise spüren zu können. Der Grund, warum sich ein Wirtschaftsverband dafür engagiere, liege in den wachsenden Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze in den Metall- und Elektroberufen, die vor allem von der Abnahme der Schulangänger resultiere. In der Region Berlin-Brandenburg sei diese Lücke Ende Juli auf fast 3000 unbesetzte Ausbildungsplätze angewachsen. „Deshalb muss sich die Wirtschaft selsbt engagieren und bei den Juegndlichen frühzeitig Interesse an diesen Berufsfeldern wecken“. Die beste Wirkung wird mit der anschaulichen Präsentation erreicht. Zum Beispiel bei m Beruf des Zerspaners, der heute schon ein halber Programmierer ist, gleichzeitig aber in der Kunstefertigkeit der Metallbearbeiteung „fast wie ein Bildhauer“ ist.

 

Was die Branche – die mit 3,5 Mio Beschäftigten der größte Wirtschaftszweig ist und sich als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sieht – drückt, dass es in der jungen Generation zu wenig Interesse an den Berufsmöglichkeiten in Metall und Elektro gibt.

Amsinck: Deshalb haben wir 500 Schüler aus Berlin und Brandenburg eingeladen, auf dei IE zu kommen.

Insgeamt dürften rund 5000 Schüler aus der Haupstatdregion nach Honnvoer kommen.

 

Amsinck: heute sind die Unternehmen offener für die Bewerber. Es wird nicht nur nach der Note entschieden, sondern Leistungsbereitschaft und auch soziale Kompetenzen fallen viel stärker ins Gewicht.

Amsinck: „Die IE paßt voll in die Zeit. Es geht darum, neue Wege in der Ansprache von Jugendlichen zu finden“.

Im Nachgang werde man (UVB) mit den Schulen die Erfahrungen auswerten. (ZN7950)

 

http://www.ideenexpo.de/

 

Programmheft der IdeenExpo 2011

http://www.ideenexpo.de/veranstaltungen_2011/programmheft_ideenexpo2011.php